Händler ziehen über 40K Bitcoin von BitMEX als Anstoß für rechtliche Probleme des Unternehmens ab

Die führende Krypto-Währungsderivate-Börsenplattform BitMEX kämpft derzeit gegen eine Flut von Strafanzeigen der US-Regierung. Während die auf den Seychellen ansässige Börse jegliches Fehlverhalten bestritten hat, scheinen die Skandale dazu zu führen, dass sie Kunden ausbluten lässt.

Ungeduldige Händler auf dem Vormarsch
Nach Angaben von Glassnode haben Händler seit Beginn des Streits mit der US-Regierung etwa 45.000 BTC-Marken (im Wert von etwa 420 Millionen Dollar) von der Börse zurückgezogen. Die Blockchain-Datenverfolgungsfirma hatte zuvor darauf hingewiesen, dass BitMEX 23.200 BTC (etwa 243 Millionen Dollar) in einer einzigen Stunde verloren hat, was den massivsten stündlichen Abfluss markiert, den die Börse je verzeichnet hat.

Wie Glassnode hinzufügte, enthielten die BitMEX-Brieftaschen anfänglich etwa 170.00 BBTC (im Wert von etwa 1,8 Milliarden Dollar). Dieser bedeutende Abfluss von Vermögenswerten wird dem Unternehmen zweifellos schaden.

Zusammen mit den Abflüssen sind die offenen Positionen auf Bitcoin-Futures-Kontrakte an der Börse um 20 Prozent zurückgegangen, so die Daten der Marktanalysefirma Skew. Angesichts des Rückgangs der Vermögenswerte ist es sehr wahrscheinlich, dass der Anklagefall der Regierung diesen Schlag auf die offenen Positionen verursacht hat.

Daten von Crystal Blockchain bestätigten den Glassnode-Bericht und erklärten, dass die Nettoabflüsse von BitMEX weiter steigen. Das Datenanalyse-Unternehmen gab auch an, dass Huobi, Binance, OKEx und Gemini die größten Nutznießer der Investorenflucht gewesen seien. Allein die vier Börsen haben Berichten zufolge 20.000 BTC der übertragenen Vermögenswerte aufgenommen.

Die Dinge könnten chaotisch werden

Die Rückgänge bei den Metriken sind auf eine erhebliche BitMEX-Abgabe zurückzuführen, die Anfang des Monats gesunken ist. Am 1. Oktober reichte die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) der Vereinigten Staaten eine Beschwerde gegen die auf den Seychellen ansässige Börse ein und beschuldigte sie, eine nicht registrierte Handelsplattform zu betreiben und gegen die Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) zu verstoßen.

In der Klageschrift, die beim Southern District of New York eingereicht wurde, wurden fünf Unternehmen und drei Personen genannt, denen die Börse gehört. Dazu gehören Arthur Hayes, der CEO von BitMEX, Samuel Reed und Ben Delo. Zu den weiteren Unternehmen gehören HDR Global Services (Bermuda) Limited (BitMEX), ABS Global Trading Limited, HRD Global Trading Limited, Shine Effort Inc. und 100x Holding Limited.

Wie die Kommission erklärte, ist sie der Ansicht, dass BitMEX illegal fremdfinanzierte Handelsdienstleistungen für Händler angeboten hat. Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 hat die Börse Berichten zufolge Leveraged-Handel in Höhe von 1 Billion Dollar angeboten. Sie beschuldigte BitMEX auch der Verletzung grundlegender gesetzeskonformer Verfahren, einschließlich der Nichtregistrierung bei den Behörden und des Fehlens jeglicher AML- und Know-Your-Customer (KYC)-Verfahren.

Die Agentur bestätigte, dass sie sich um Herausgabe, zivilrechtliche Geldstrafen, dauerhafte Handelsverbote und einstweilige Verfügungen gegen künftige Verletzungen bemüht. Neben den Anklagepunkten erhob das Gericht auch Anklage gegen die drei oben genannten Personen – sowie gegen Gregory Dwyer, den Leiter der Geschäftsentwicklungsabteilung von BitMEX – wegen Verstoßes gegen das Bankgeheimnisgesetz. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen jeweils fünf Jahre Gefängnis und Geldstrafen von etwa 250.000 Dollar.

Der stellvertretende Direktor des FBI, William Sweeney, behauptete, dass einer der leitenden Angestellten des Unternehmens damit geprahlt habe, dass die Firma in einer Gerichtsbarkeit außerhalb der USA angesiedelt sei, weil es einfach wäre, ihre Aufsichtsbehörden zu bestechen. Das Justizministerium bestätigte in einer Erklärung, dass Reed am Donnerstagmorgen in Massachusetts verhaftet wurde. Die anderen Führungskräfte des Unternehmens sind immer noch auf freiem Fuß.